Wein bietet mehr als erlesenen Genuss. Wein gilt auch als eines der ältesten Arzneimittel überhaupt. Noch im 20. Jahrhundert wurde Rotwein in Apotheken von Krankenkassen erstattet und deshalb in Apotheken abgegeben. Im alten China nutzte man die Rausch erzeugende Wirkung des Weines - gemeinsam mit dem Öl der Hanfpflanze wurde er als Betäubungsmittel vor Operationen eingesetzt. Aus dem antiken Ägypten ist der "Wein der Kleopatra" bekannt, eine die Potenz steigernde Mixtur, die neben Wein bestimmte Nachschattengewächse und Opium enthielt. Und der griechische Arzt Hippokrates setzte Wein zur Stärkung der Kranken ein, als Beruhigungsmittel, als Schmerzmittel sowie bei Herzbeschwerden. Die Griechen nutzten Wein als ein die Verdauung förderndes Getränk, sie kannten auch die Harn fördernde Wirkung und setzten Wein als Mittel gegen Infektionskrankheiten ein.
Die alten Römer nutzten die antiseptische Wirkung bei der Versorgung von Wunden, und Julius Caesar spendierte seinen Soldaten jeden Tag einen halben Liter Wein, um sie so vor Krankheiten durch verunreinigtes Trinkwasser zu schützen. Im Mittelalter erwies sich Hildegard von Bingen als Expertin der Weintherapie. Sie nutzte ihn zur Extraktion von Kräutern und empfahl ihn wegen seiner desinfizierenden Wirkung zu jeder Mahlzeit. Natürlich kann der Wein von Castell Miquel nicht als Arzneimittel bezeichnet werden. Erst heute ist man soweit, dass die reine Erfahrung ergänzt werden kann durch wissenschaftliche Bestätigung. Dies gilt auch für die gesundheitsfördernden Eigenschaften eines Polyphenols, wie Resveratrol, das im Rotwein vorkommt, und dem man auf Basis von diversen Studien und wissenschaftlichen Publikationen gesundheitsförderliche Eigenschaften zuschreibt.
Weingutbesitzer und Pharmazeut Prof. Popp hat zusammen mit der Universität Innsbruck ein patentiertes wissenschaftliches Analyseverfahren entwickelt, um derartige gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe in seinen charakterstarken Weinen messen zu können.

